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Unternehmen Zahlen-Daten-Fakten Lagebericht 2009
Lagebericht 2009

A. Wirtschaftsbericht

 
I. Entwicklung der Flurförderzeugbranche in 2009
 
 „Im Flurförderzeughandel ist der Gesamtumsatz im Jahr 2009 um über
25 % eingebrochen. Das ergab die bbi-Umfrage zum Jahresbeginn unter den bedeutendsten Branchenunternehmen.
 
Das Neumaschinengeschäft war besonders von der negativen Umsatzentwicklung betroffen. Hier betrug der Rückgang über 30 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch beim Handel mit gebrauchten Flurförderzeugen sah es nur wenig besser aus: Es wurden hier Umsatzrückgänge von 22 % registriert.
 
Positive Umsatzergebnisse wurden laut Branchenunternehmen auch nicht in den Sparten „Teile“, „Technischer Service“, „Vermietung“ und „Rental“ erzielt. Allerdings waren hier die Umsatzrückgänge nicht so dramatisch schlecht wie bei den vorgenannten Geschäftsfeldern.
 
Umsatzentwicklung 2009 im Flurförderzeughandel gegenüber Vorjahr
 

 
2009
Gesamtumsatz
-26,0 %
Neugeschäft
-31,5  %
Gebrauchtgeschäft
-22,0 %
Ersatzteile
9,0  %
Technischer Service
-5,0 %
Vermietung
-4,5 %
Rental
7,0 %

 
(Angaben: Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e.V., Bonn, aus bbi-Report Nr.1, Februar 2010, Seite 3)
 
II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2009
 
Der Gesamtumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr um 17,3 % vermindert. Während die Geschäftsbereiche Kundendienst, Vermietung und Schulung einen Umsatzzuwachs verzeichnen konnte, lag der Verkaufsumsatz im negativen Trend des Marktes.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte sich zwar verbessern, aber den Verlustvortrag des Vorjahres nicht wettmachen.
 
Die Marktsituation ist seit Jahren durch Verdrängungswettbewerb im Verkaufsmarkt und Vermietermarkt gekennzeichnet. „Billigimporte“ und „Billigvermieter“ führen bei den Kunden zu einem verstärkten Preisbewusstsein.
 
Diesem Verdrängungswettbewerb begegnen wir durch innovative Dienstleistungen, Qualität der angebotenen Maschinen und Verlässlichkeit im Kundendienst.
 
Durch die Erweiterung unseres Mietprogrammes um Arbeitsbühnen, Verstärkung unseres Mietteams, konnten wir unser Vermietung und den Kundendienst bei den Stammkunden ausbauen sowie auch das Neukundengeschäft beleben.
 
Unsere langjährige Zusammenarbeit mit den qualitätsbewussten Herstellern MANITOU, CLARK und BAUMANN bringt uns die Möglichkeit der Vermarktung hochwertiger Flurförderzeuge in unserem Gebiet. Langfristig sind nach unserer Überzeugung Qualitätsprodukte zu angemessenen Preisen durchsetzbar.
 
Im Schulungsbereich konnten wir durch ein bedarfsorientiertes Schulungsangebot unsere gegebene Marktpräsens festigen.
 
Unsere Positionierung im Kölner Raum und unser Dienstleistungs-angebot bestätigen unsere Geschäftspolitik.
 
III. Lage des Unternehmens
 
Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten sind stabil.
 
Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.
 
Unsere Kapitalstruktur  hat sich aufgrund der vorgenommen Kapitalerhöhung auf 500.000 EUR verbessert. Die Eigenkapitalquote beträgt 12,2%.
 
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 87,8 % der Bilanzsumme und sind durch den Mietmaschinenpark im Anlagevermögen begründet.
 
Die Finanzierungsregel bzw. Goldenen Bankregeln werden erfüllt.
 
Durch eine weitere bisher nicht ausgeschöpfte Kreditlinie besteht die Möglichkeit, kurzfristige Liquidationsengpässe zu überbrücken.
 
Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 6,3 % der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen unter Skontoausznutzung beglichen.
Langfristige Investitionen sind fristenkongruent finanziert. Die kurzfristigen Forderungen übersteigen mit 11,2 % von der Bilanzsumme deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten.
 
Die Bruttoinvestition in den Mietmaschinenpark betrug 987.800 EUR und war damit 271.600 EUR niedriger als im Vorjahr. Die Investitionsquote war mit 18,51% in 2009 niedriger als in 2008 mit 32,31%. 
Die Pensionsrückstellungen betragen 4,8 % der Bilanzsumme und enthalten Anwartschaften, von denen die erste im Jahr 2021 fällig wird.
 
Zurzeit stehen keine größeren Investitionsvorhaben zur Finanzierung an.
 
 
 
B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens
 
I. Voraussichtliche Branchenentwicklung
Für das Gesamtjahr 2010 sieht die Einschätzung der Branchen-unternehmen um einiges optimistischer aus. Insgesamt erwarten die Meldenden einen Umsatzzuwachs von 7,5 % verglichen mit demselben Zeitraum des Vorjahres. Nach den Erwartungen der Flurförderzeughändler wird der Umsatz im Neugeschäft um 13 %, im Gebrauchtgeschäft um 12,5 % zulegen. Ebenfalls zweistellig könnten nach Meinung der befragten Unternehmen die Umsätze in der Vermietung wachsen.
 

 
2010
Gesamtumsatz
+7,5 %
Neugeschäft
+13,5 %
Gebrauchtgeschäft
+12,5 %
Ersatzteile
+ 9,5 %
Technischer Service
- 9,0 %
Vermietung
+11,5 %
Rental
+7,0 %

(Angaben: Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e.V., Bonn, aus bbi-Report Nr.1, Februar 2010, Seite 3)
 
 
 
II. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
 
Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Wohl werden wir das Ziel nach einer offenen Geschäftspolitik und Kommunikation weiter verfolgen.
Unsere Marktposition betrachten wir nach 25-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit zwar als gefestigt, jedoch nicht gesichert. Deshalb werden unsere Kunden stets im Mittelpunkt stellen und innovative Dienstleistungen anbieten.
 
Für 2010 rechnen wir mit einer weiterhin positiven Entwicklung unseres Unternehmens.
 
Wir erwarten in 2010 ein Umsatzwachstum von 10 - 15 %.
 
 
Investitionen sind im Bereich der Mietmaschinen im laufenden Geschäftsjahr 2010 in einer Größenordnung von ca. 500.000 EUR geplant.
 
Unsere seit 2005 geänderte Unternehmenspolitik trifft auf erfreuliche Resonanz bei den Kunden. Diese Strategie wird konsequent fortgesetzt.
 
Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungs-verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
 
 
 
III. Risikobericht
 
1. Allgemeiner Risikobericht
 
Die Gesellschaft hat keine Währungs- oder Spekulationsrisiken.
 
Gegen den Wettbewerb am Markt, vor allem gegen die Billigmaschinen, werden wir durch innovative Verkaufspolitik reagieren.
 
Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Produkthersteller zurück mit denen wir langfristige Zusammenarbeit anstreben.
 
 
2. Spezieller Risikobericht
 
Die Liquiditätslage ist befriedigend; es sind keine Engpässe zu erwarten.
 
Beim Bilanzrating der Creditreform wird die PFK Group   in die Klasse 7 eingestuft: “Das Unternehmen hat eine gute bis stark befriedigende Bonität. Die Fähigkeit des Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen, ist gut bis befriedigend, Das Insolvenzrisiko des Unternehmens ist relativ gering.“
 
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Wir werden auch weiterhin eine aktive Kapitalmarktkommunikation betreiben.
 
Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem namhaften Inkassobüro.
 
Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.
 
Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Bankkredite bei drei Hausbanken und diversen Leasinggesellschaften. Hier besteht eine langjährige und offene Geschäftsbeziehung.
 
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der PFK Group ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik.
 
Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan bzw. Unternehmensplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.
 
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.